Alva testet! Erste Hilfe Kurs bei Säuglings- und Kindernotfällen

Wisst ihr, dass es ein Defibrillatorennetzwek in Österreich gibt, dass man im Internet nach den eigenen Standorten abfragen kann? Dass eine Ersthelfer-App existiert, die bei einem eingegangenen Notruf wegen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes sofort die freiwilligen professionellen Ersthelfer in der Umgebung alarmiert. Nein? Ich wusste das auch nicht.
Aber ich durfte einen Erste-Hilfe-Kurs für Babies und Kleinkinder von Frag Frida begleiten und da habe ich von Raphael, dem Vortragenden, einem erfahrenen Notfallsanitäter, die wichtigsten und neuesten Informationen, die richtige Erste Hilfe betreffend erfahren.

Eine Statistik, gleich zu Beginn des Kurses, wieviele oder besser gesagt wie wenige eingegangene Notfälle im Jahr tatsächlich Kinder betreffen, nahm dem Thema Erste Hilfe beim Kind ein bisschen den Schrecken. Hätte ich diesen Kurs zu meiner Studentenzeit gemacht, wäre er auch bei meinen eigenen Kindern schon in so manchen Situationen hilfreich gewesen. Denn bereits der erste Punkt (und Raphael gibt ihn auch als Punkt zwei und drei an) ist, immer versuchen die Ruhe zu bewahren. Wie schwer das ist wenn ein Kind schreit und womöglich verletzt ist weiß jeder, der schon einmal in dieser Lage war. Darum ist es gut, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, wie wichtig es für sich selbst und auch für das Kind ist, Ruhe zu vermitteln um eine gute Erstversorgung zu ermöglich.

Als Mutter von drei Kindern ist es mir besonders wichtig, dass im Zweifelsfall von Babysittern immer die Rettung alarmiert wird und niemand Angst davor hat die Rettung womöglich „umsonst“ zu rufen. Diese Angst nahm Raphael auch gekonnt indem er betonte, dass jeder Rettungsfahrer und Sanitäter Verständnis dafür hat, wenn einmal bei einem Kleinkind in der Panik zu schnell die Rettung geholt wird.

Auch das Thema Zivilcourage kam nicht zu kurz. Denn am wichtigsten (gleich nachdem man Ruhe bewahrt;-)) ist es immer zu handeln.

Der praktische Teil des Kurses war ebenfalls sehr aufschlussreich, da das Beatmen und eine Thoraxkompression bei Kindern etwas anders funktioniert, als bei Erwachsenen. Geübt wurde an Spezialpuppen in Baby bzw. Kleinkindgröße. Aufgelockert wurde diese „sehr ernste“ Situation mit einer Liste von Liedern, die von einem Krankenhaus veröffentlicht wurde, damit man bei der Thoraxkompression den richtigen Rhythmus findet. Ob Bee Gees passendes Stayin Alive oder doch lieber Dancing Queen von Abba oder für eingefleischte Österreichfans der Radetzkymarsch, bei dieser Liederauswahl ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei und die Eselsbrücke für den Ernstfall ist perfekt. Raphael hat den Kurs spannend gestaltet und mit seinen Updates und auflockernden Geschichten bleibt der Kursinhalt sicher lange im Gedächtnis. Danke, dass ich dabei sein durfte.

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