Trau dich über Geld zu sprechen

Geld spielt beim Babysitten, wie bei jedem anderen Job auch, eine wichtige Rolle. Deine Arbeit soll anständig vergütet werden. Doch ist es beim Babysitting alles andere als klar geregelt, wie denn nun eine “anständige Vergütung” ausschaut.

Traditionellerweise wird mit dem Begriff “Babysitting” noch immer eine Tätigkeit assoziiert, bei der einer Schülerin/einem Schüler oder einer Studentin/ einem Studentin für das abendliche “auf die Kinder schauen” ein paar Euro in die Hand gedrückt werden.

Für die sehr verantwortungsvolle und oft auch herausfordernde Aufgabe, ein Kind oder gar mehrere unter Tags mit zu erziehen, wird genau derselbe Ausdruck hergenommen. Unser heutiges “Babysitting” gleicht eher der Aufgabe eines “Kindermädchens”, das jedoch nur ein paar Stunden im Dienst ist. Ein Kindermädchen ist jedoch fest bei der Familie angestellt, arbeitet Vollzeit und erhält dadurch ein fixes Monatsgehalt. Das beinhaltet einen vertraglich geregelten Urlaubsanspruch, Sonderzahlungen und natürlich einen Versicherungsschutz sowie Einzahlungen in die Pensionskasse. Das ist für die Familie eine sehr teure Angelegenheit, die sich nur die wenigsten leisten können. Zum Glück gibt es durch das “Babysitting” eine Möglichkeit, womit sich zumindest eine breite Bevölkerungsschicht eine Kinderbetreuung leisten kann (im Grunde bräuchte fast jede Familie eine Unterstützung dieser Art, doch das ist ein anderes Thema) und wobei dir genügend Zeit für Uni und Freizeit bleibt.

Deine Vorteile als Babysitterin

Du zahlst keine Steuern (solange du unter der Geringfügigkeitsgrenze bleibst). Du kannst dir im Grunde deine Urlaube mit der Familie ausmachen, wie du willst. Du musst keine Sozialversicherung zahlen und du kannst den Job prima mit deinen anderen Tätigkeiten kombinieren.

In der Regel läuft das Ganze wunderbar. Die meisten Familien, die bei fragfrida anfragen, wissen, wie schwierig es ist, eine gute Babysitterin/ einen guten Babysitter zu bekommen. Sie schätzen deine Hilfe sehr und zahlen daher gerne 12€ für 1 Kind, bzw. 15€ für 2 Kinder. Hast du dich noch nicht bei uns beworben, kannst du dies auf unserer Bewerbungsseite nachholen.

Was wenn die Bezahlung zum Thema wird?

Manchmal kommt es aber auch zu dem Punkt, wo die Bezahlung zu einem Thema wird. Nämlich dann, wenn deine Familie dir absagt, um Geld zu sparen.

Für diese Familie ist es nicht offensichtlich, dass du von dem Geld eventuell deinen Lebensunterhalt bestreitest. Wenn dem so ist, solltest du das der Familie offen und ehrlich sagen. Denn böse meinen sie es sicher nicht, wenn sie dir absagen, “weil heute die Oma aus Vorarlberg kommt”. Die Eltern denken dann eher: “Ach, dann kann sich unsere Lisa auch mal wieder einen Tag Ruhe gönnen”. Dass dir das Geld dann tatsächlich fehlt, kommt den Eltern nicht in den Sinn. Daher ist es ganz wichtig, offen über das Thema Geld zu sprechen.

Für gewöhnlich kannst du dich auf deine Familie verlassen, da sie wissen, dass auch du dein Geld verdienen musst. Hast du allerdings das Pech, dass deine Familie dir mehr als 1 Mal pro Quartal absagt, solltest du das Gespräch suchen.

Eine mögliche Lösung wäre z. B. dass sie dir hierfür in der entsprechenden Woche einen anderen Tag anbieten, an dem du das Kind betreuen kannst.

Kommt es hingegen zu ganz spontanen Absagen (am selben Tag), finden wir, dass dir die Familie die Hälfte des Geldes trotzdem zahlen muss.

Unvermeidliche Gründe für eine Absage sind allerdings Krankenstände. Wenn die Kinder so krank sind, dass sie dich anstecken können und auch die Eltern krank sind, macht es vielleicht wenig Sinn, dass du vorbeikommst.